Archiv des Autors: gruenschreiber

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Über gruenschreiber

Ich bin Grünschreiber und Gründenker mit Leib und Seele. Die Menschheit hat sich viel zu sehr von der Natur entfernt und glaubt, sie könne sich die Erde Untertan machen und sie vernichten. Doch der Mensch vergisst dabei, dass er selbst Teil der Erde und Teil der Natur ist. Aus diesem Grund engagiere ich mich im Naturschutz, mit praktischen Projekten ebenso wie mit Öffentlichkeitsarbeit. Ich bewirtschafte einen Naturgarten, habe einige Nisthilfen für Wildbienen und Vögel geschaffen, einen Teich und eine Trockenmauer. Ich bin Vegetarier, versuche meinen "ökologischen Fußabdruck" zu verringern, Müll und Wegwerfwahn zu vermeiden. Zugleich lasse ich in meine schriftstellerische Tätigkeit den Naturschutz mit einfließen. So erschien der Öko-Krimi "Todes Mais", der die Grüne Gentechnik thematisiert und mehr Menschen als nur Naturschützern zugänglich machen soll. Eine ganze Krimireihe ist geplant.

Wolf im Mandelkern

Nun ist es erschienen – mein Ebook mit dem Titel „Wolf im Mandelkern“.
Es beschreibt eine Zeit, aus der meine Leidenschaft zum Schreiben erst entstanden ist. Vielleicht hätte ich ohne diese nie zur Schriftstellerei gefunden.

Auf jahrelanges Mobbing in der Schule folgte eine massive Angsterkrankung mit Panikattacken und Isolation. Ich begann eine Psychotherapie und stellte mich meinen Ängsten. Schließlich schrieb ich meine Erlebnisse nieder, führte Angst-Protokolle und überwand viele Ängste, entkam so auch der Isolation.

Nun habe ich mich entschlossen, 25 Jahre nachdem ich diese Schule verlassen habe, meine Erlebnisse und Erfahrungen in einem Ebook niederzuschreiben und zu veröffentlichen. Dies hat gleich mehrere Gründe:

Ich möchte auf die Themen Mobbing, Ausgrenzung und Intoleranz aufmerksam machen, die heutzutage leider präsenter als je zuvor erscheinen.

Außerdem will ich dabei helfen, Menschen mit psychischen Erkrankungen aus dem Abseits zu holen. Einen Menschen mit gebrochenem Bein würde niemand als Simulant bezeichnen, bei Menschen mit „gebrochener Seele“ geschieht dies noch allzu oft.

Nicht zuletzt möchte ich mit meinem Ebook auch Betroffenen und deren Angehörigen eine Hilfe, einen Ratgeber und ein Mutmach-Buch an die Hand geben. Aus dem tiefsten Tal kann man den Aufstieg schaffen, solange man nicht den Kopf in den Sand steckt. Und eine Krise sollte man vor allem als Chance sehen und nicht als Last. Schließlich ist deren Bewältigung schon schwer genug und immer ist eine solche Krise auch eine gute Chance für Veränderung und Wachstum.

Wolf im Mandlekern ist im Dezember 2017 erschienen bei BookRix und kostet 2,49 Euro.

Zungenknoten in Armsheim?!

Es war an einem der letzten Septembertage des Jahres 2017. Alles um ihn herum war ruhig, der Sommer hatte das letzte Pulver verschossen. Nur noch wenige Blüten, ein paar Schmetterlinge und Bienen, das meiste Obst war geerntet, die Traubenernte eingeholt.
Einzig ein paar Stare saßen auf dem Baum und zwitscherten unruhig durcheinander. Sie würden bald aufbrechen, wie auch er.

Heute würde es sich entscheiden, der Tag war gekommen. Beim Gedanken an die mörderische Einsamkeit Islands klopfte sein Herz und seine Gedanken zwitscherten ebenso chaotisch, wie die Stare im Baum. Er hatte sich vorbereitet – ganz ohne Frage. Ein dutzend Tests hatte er durchgeführt, hatte ja auch schon Erfahrung. Doch dieses Mal war es anders…
Dieses Mal drohte ihm Ungemach, bei diesen ominösen Wörtern, bei diesen seltsamen Schriftzeichen.
Neben den üblichen feuchten Händen, dem Herzklopfen und dem Adrenalin-Kick drohte zudem … ein Knoten in der Zunge, dem ein Knoten im Gehirn folgen könnte. Black-out! – Feierabend…!

Diese Aussicht erhöhte das Lampenfieber noch weiter, und als er schließlich in Armsheim vorm Publikum stand, geschah … Ja, was geschah eigentlich? 🙂

Näheres zu meiner ersten Lesung aus „Unser aller Erbe“ finden Sie hier: https://www.facebook.com/torsten.jager.9/posts/10214603687715537

Und hier mal ein kurzer Einblick, wie so ein Buch von mir vor der Lesung aussieht…

Lesungs-Buch

Notizen für Zungenbrecher und mehr…

Zunächst erkennt man an den Seiten gelbe und orangene Postits. Die gelben stehen für den Anfang einer Passage, die anderen fürs Ende.
Außerdem erkennt man gestrichene Wörter, die mich sonst im Lesefluss bremsen, Unterstreichungen für die Betonung, und eben auch mit Lautschrift überklebte isländische Passagen.

Nachdem ich dies alles so vorbereitet, und die Übergänge auch auf kleinen Merkzetteln ins Buch geklebt hatte, konnte es losgehen… Dann habe ich mir die Passagen immer mal wieder laut vorgelesen, geschätzte zwölfmal. Ein Durchlauf mit allen Passagen dauert etwa 45 Minuten.

Anfangs fiel es mir schwer, doch dann entdeckte ich einen Trick: Voll und ganz in der Geschichte gedanklich versinken, sich das Geschehen bildlich vorstellen und eben auch, sich in die Charaktere einfühlen. Ein bisschen Schauspielerei steckt glaube ich auch im Vorlesen.
Wie reagiert ein Kriminalkommissar, der in seinem Garten beim Graben plötzlich einen Totenschädel in den Händen hält?
Wie fühlt sich eine Frau Sans – der Hausdrache im Haus des Opfers – wenn sie in ihrer Ruhe gestört wird? Wie betont sie in typisch rheinhessischem Dialekt, während die Adrenalinkurve zwischen ihr und ihrem Mann steigt, und sie im Flur streiten?
Wie drückt sich ein Isländer aus, der mal ein paar Jahre in Deutschland studiert hat und von daher nur gebrochen Deutsch spricht?
Und wie liest man am besten mystische Textpassagen aus den nordischen Heldensagen vor? Wirklich so, wie ein Geschichtenerzähler, also wie es Jacob bei Kelchbrunner tut?

Am Ende hatte ich die Passagen so oft durchgelesen, dass ich Teile von ihnen fast auswendig kenne. Und würde mich heute jemand nachts wecken und nach der ersten Passage fragen, so würde es förmlich aus mir heraussprudeln:
Schweiß brannte in seinen Augen und klebte in seinem Gesicht. Er wischte sich zum x-ten Mal über die Stirn. Frust und Trotz kämpften in seiner Brust, denn er hatte sich viel vorgenommen. Vielleicht zu viel…?

 

Unser aller Erbe

Mein neuer Krimi ist im Schardt Verlag erschienen. Er behandelt erneut einen ökologischen Hintergrund, ist spannend und lustig zugleich. Die rheinhessische Mentalität und der Humor spielen eine gewichtige Rolle.

Doch dieses Mal zieht es den Kommissar auf eine Vulkaninsel mitten im Atlantik… Island!

Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf.

Eine Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet.

Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden.

Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen…

ISBN: 978-3-89841-931-4, 223 Seiten, Preis 12,80 Euro

Neuigkeiten

Hier finden Sie Neuigkeiten, Termine zu Lesungen oder Aktionen.

„Bodenheimer Autor und Blogger spürt dem Weltfrieden nach“
Ein toller Artikel über meine Arbeit findet sich am 24.06.2017 in der Allgemeinen Zeitung Mainz. Hier finden Sie den kompletten Bericht.

KriExit – neues Buch für den Frieden
Ende April ist mein neues Buch erschienen. Das heißt, es ist eine Gemeinschaftsleistung.
Zusammen mit den Autorinnen Elfie Nadolny und Sonja Rabaza, sowie dem österreichischen Autor Chris Peter, entstand die Anthologie „KriExit – Zeit für Frieden“ als Antwort auf den Anstieg von Populismus, Gewalt und Unterdrückung weltweit. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein „GreenFairPlanet e.V.“ in Minden, dem auch der Erlös zugute kommt. Mehr dazu finden Sie auch hier.


Lesung in der Vulkaneifel

Am 28.02.2016 um 11:00 Uhr findet die nächste Lesung aus dem Krimi Todes-Mais im Naturerlebniszentrum Vulkaneifel in Darscheid statt.

Nähere Infos unter http://www.darscheid.nez-vulkaneifel.de/index.php/8-allgemein/34-lesung-todesmais