Meine erste viruelle Lesung…

Am Wochenende saß ich bis spät in die Nacht vor der Kamera. Ich filmte meine erste virtuelle Lesung, da momentan ja leider das kulturelle Leben weitgehend eingefroren ist. Zumindest was Auftritte vor Publikum angeht.
Meine Lesungen in diesem Jahr mussten alle verschoben werden. Nun bin ich froh, dass ich nicht vom Schreiben abhängig bin. Viele Autoren und andere Künstler stehen vor dem wirtschaftlichen Abgrund.

Trotzdem möchte ich natürlich gerne mein Buch präsentieren und gleichzeitig auch seine Botschaft verteilen. Daher habe ich mich zur virtuellen Lesung entschieden, nach dem Motto: Kann können die Menschen nicht zur Lesung kommen, komme ich eben online zu ihnen. Und nun viel Spaß…

Das Buch ist direkt bei mir erhältlich – gerne auch mit Widmung. Und man kann es außerdem bei booklooker.de beziehen.

Gedicht Löwenzahn

Frohe Ostern

Heute wünsche ich uns allen ein frohes Osterfest, wenn auch die Zeiten schwierig sind… Ostern ist das Fest des Neubeginns und der Hoffnung. Beides zu verbinden versuche ich mit meinem kleinen Gesicht-Gedicht, bei dem der Löwenzahn zu Wort kommt. Trotz aller Probleme, die durch das Corona-Virus entstanden sind, steckt auch die Chance zu einer positiven Veränderung in unserer Zeit. Diese beginnt schon, wenn man sich die Hilfsbereitschaft vieler Menschen anschaut. Und auch die Natur erholt sich von den Grausamkeiten, die ihnen der Mensch seit Jahrzehnten antut. – Und damit ja auch sich selbst, da er Teil der Natur ist. Eine Krise ist Mist – und Mist ist Dünger. Machen wir was daraus…

 

Der Stern auf Erden

Heute möchte ich gerne mit einer kleinen Kurzgeschichte auf das Schicksal von wohnungslosen Menschen hinweisen. Meist sind sie unverschuldet in diese Situation geraten und kommen da so schnell auch nicht mehr raus. Ob es der Verlust eines Lieben ist, der aus der Bahn wirft, eine verkorkste Kindheit, eine Erkrankung oder gar eine Sucht: Es kann grundsätzlich jeden treffen. Gleichzeitig möchte ich die Frage nach dem „Glück“ stellen, nach dem wir alle streben, und das uns doch oftmals nur für kurze Zeit blüht, um dann wieder zu verschwinden. Vor allem wird uns suggeriert, Glück habe etwas mit materiellem Besitz zu tun. Ist das wirklich so? Oder ist das Streben danach am Ende sogar Quell des Unglücks? Fragen über Fragen…

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Herbst

Am 9. November 1938 passierte etwas Schreckliches und leutete zugleich eine Zeit des Leides, des Todes, des Untergangs und der Teilung ein. Ich möchte diesem Gedenktag heute einen Post widmen – eben um zu gedenken und zugleich zum Aufstehen aufzurufen. Ich denke, das ist angesichts der Entwicklungen, die man sich vor Jahren noch kaum vorstellen konnte, eine enorm wichtige Sache. Bedroht sie doch unser aller Freiheit, unseren Frieden und die Vielfalt.

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Die Mordwaffe...

Zeit für die Mordwaffe…

Heute nutze ich die Zeit, um an meinem neuen Krimi weiter zu schreiben. Passend zu Halloween wirds auch ein bisschen gruselig. Das heißt, ich habe eine der „Mordwaffen“ selbst hergestellt… Schon unsere Ahnen haben aus Knochen einiges konstruiert, Urvölker tun es heute ebenfalls noch. Warum also nicht den Versuch wagen? Nun, eines kann ich schon mal sagen: Wer einen Hühnerknochen derart bearbeitet, darf keine gute Nase haben. Das stinkt wirklich extrem, wenn man den Knochen mit einem Schleifer so in Form bringt. Spitz und scharf geschliffen wäre das Teil gut dafür geeignet, die eine oder andere Halsschlagader nachhaltig zu beschädigen. Das habe ich natürlich nicht getestet, doch der Mörder in meinem Krimi nutzt ein Knochenmesser. Überhaupt hat er es gerne mit außergewöhnlichen Tatwaffen zu tun und es schient sich um einen Ritualmörder zu handeln. Immer wenn er einen Mord begeht, hinterlässt er einen Text bei den Opfern: Ein Märchen, das sich in die Realität überträgt. So eines wie dieses:

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Buchcover, Stiller Mond Gefährte der Nacht

Stiller Mond, Gefährte der Nacht

Es ist mir eine ganz besondere Freude, dass mein Gedicht „Grüner Mond“ in der neu erschienenen Anthologie des Pohlmann Verlags aufgenommen wurde.

Hier der Klappentext:
Der Mond ist ein stiller Beobachter, ein heimlicher Zeuge bei allem, was in der Nacht geschieht. Er ist ein Wahrzeichen für Liebe und Leidenschaft, aber auch für Ängste und Kriminalität, für finsere Gestalten in der Nacht. Der Mond(-zyklus) nimmt Einfluss auf die Erde und auf uns. Wir fühlen uns vom Mond (fast schon magisch) angezogen, betrachten ihn im Kreis der Sterne als romantische Erscheinung am Himmelszelt. Aber wir erleiden auch so manch schlaflose Nacht durch ihn, wenn uns die Mondsucht plagt und uns der Nachtalp heimsucht.

Freuen Sie sich auf spannungsgeladene, aufregende, mystische, kriminelle, aber auch romantische, mit Leidenschaft gespickte, humorvolle, märchenhafte Geschichten, Gedichte und Illustrationen rund um das Thema Stiller Mond, Gefährte der Nacht, diemitunter auch zum Nachdenken anregen.

Es sind sehr viele schöne, phantasievolle, spannende, romantische und lustige Kurzgeschichten und Gedichte dabei. Fotografien und Zeichnungen ergänzen das Ganze und machen das Buch zu einem echten Genuss.
Daher freue ich mich umso mehr, dass mein Text ebenso mit vertreten ist.

Erschienen ist das Buch im Pohlmann Verlag, ISBN: 978-3-9820313-4-7, und ist im Buchhandel für 16,80 Euro erhältlich.

 

Und hier mein Text mit dem Titel „Grüner Mond“.

Gesicht-Gedicht Mond

Gesicht-Gedicht Mond

 

 

Lesung in der Nordpfalz

Eine richtig tolle Lesung fand am letzten Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus Hochstätten statt. Sehr liebevoll organisiert von der Gemeindebücherei lauschten zwanzig Besucherinnen und Besucher der Geschichte von Kommissar Kelchbrunner, wie er versucht, den Mord an einer Isländerin aufzulösen und dabei selbst ins Fadenkreuz gerät.

Beim Lesen...

Beim Lesen…

Danach stand eine offene Fragerunde, bei der ich auf alles versuchte zu antworten. – Nur die Frage nach dem Mörder war natürlich tabu – ebenso danach, wie es mit Willi dem Goldfisch weitergeht… 😉

Es entwickelte sich eine richtig schöne Diskussion, auch rund um den Naturschutz, was mich natürlich sehr freute.

Im Gespräch...

Im Gespräch…

Zum Abschluss erhielt ich von Frau Heil noch einen schön gestalteten Korb mit leckerer, selbstgemachter Mirabellen-Marmelade, Kräutersalz, Olivenöl mit Rosmarin sowie anderen Köstlichkeiten. Für mich besonders spannend: Ein Glas mit Löwenzahnblüten-Köpfen als Kapern-Ersatz.

Ein rundum gelungener Abend mit netten Menschen und ein paar interessanten Denkanstößen:
Ich könnte die Textpassagen mit Frau Sans – dem Nackenheimer Hausdrachen – lesen und als Video online stellen. Die sind so gut angekommen…
Das Buch könnte man außerdem auch als Hörbuch auf den Markt bringen – bei so viel rheinhessischem Dialekt. Auch eine gute Idee, mal sehen ob sich das umsetzen lässt.

Eines habe ich bereits realisiert: Schon gestern abend habe ich meinen neuen Krimi eine Passage mit Heidrun und Friedel Sans eingebaut. – Die dürfen einfach nicht fehlen… 😉

Kostprobe gefälligst? (Ist noch die Rohfassung…)

Heidrun winkte ab. „Aaach, doo, gugge se mol. Des geht so net weiter. Erst halte se doo en Babbegei, der do erum kreischt, dann züchte se Boothämmel, un jetzt aach noch Wespe. Gugge se mol, wie ich aussehe. Wie en Streuselkuche.“
Sans zog ihren Rock hoch und gab den Blick auf Beine frei, deren Anblick nach Kelchbrunners Meinung locker den Straftatbestand der visuellen Körperverletzung erfüllt hätten. – Wenn es denn einen solchen gäbe. Warum nur gab es ihn nicht?! – Krampfadern, gefühlt so dick wie Weißwürste, durchsetzt mit blutwurstroten Besenreißern. Und zwischendrin überall rote Flecken, bis runter zu den schwarzen Wollsockne, die wenigstens die Füße bis zum Knöchel verhüllten. – Auch wenn sie völlig deplatziert wirkten, in diesen weißen ausgelatschten Sandalen…
„Ich bin vestoche von obbe bis unne.“
Geschickt ruhte Friedhelms Blick auf einer dieser gelben Gehäuseschnecken, die an der Spitze eines Zaunpfahls auf Regen wartete. Der hatte es richtig gemacht… Kelchbrunner dagegen trat ein wenig näher und versuchte mühsam das Bild mit den Weißwurstbeinen aus dem Kopf zu bekommen, nachdem Frau Sans endlich den Rock wieder gesenkt hatte.
„Also, was ist denn genau das Problem?“
„Was es Problem is, fracht er. Hostes geheert, Friedel?! Was es Problem is… Jetz – Himmel noch emol! Jetz saach doch endlich e mol was!“
„Also es is jo so… Des Problem is folgendes…“
„Ei babbel doch net so lang doo erum! Doo, des Wasserloch. Des is es Problem! Is doch ganz oofach!“
„Der Teich? Sie haben also ein Problem mit dem Teich?“
Friedel ergriff das Wort. „Was heißt Problem, es is jetz net de Teich. Es ist…“
„Ach was! Fix und ferdisch bin ich. Doo konn mer jo net mehr schloofe. Die ganze Nächte schlache mir uns um die Ohrn. Der Babbegei, die Boothämmel, un jetz aach noch die Wespe. Noch net e mol mehr am Daach raus setze kann mer sich, un Kuche esse. Des geht so net mehr weiter! Ich bin am End!“ Sans wedelte sich Luft mit der Hand zu. „Sehn se, sehn se. Doo krie ich schon Kreislauf. Koo Wunner, wenn mer so oft gestoche werd, doo hat mer irschendwann gar koo Blut mehr. Eisemangel, Blutarmut, Kreislaufkollaps! Friedel, jetzt saaach em doch e mol, dass des so net mehr weiter geht.“
„Also, was moi Fraa saache will is, dass der Babbegei stört.“
„Welcher Papagei denn?“
„Ei der, der nachts immer kreischt. Der rieft so uffdringlich. Mir kenne jo gar net mehr schloofe.“, tönte Sans
„Ein Papagei?“
„Jo, der rieft nachts. Also saacht moi Fraa. Un wenn der rieft, donn rieft se mir.“
„Ei, du host en doch aach schon gehört.“
„E Eul, des war e Eul, die ich gehört hab. Des war einmal, un des war e Eul. So en Waldkauz. Abber des war koon Babbegei.“
„Ei babbel doch net so en Quatsch! Du werst doch jetzt net saache wolle, du hätts den noch nie geheert? Der weckt uns doch immer!“
„Also mich net.“

Schnee von gestern – Spannung von heute… ;-)

Leider ist das nur „Schnee von gestern“, in den ich da mit dem Bein 30 Zentimeter eingesunken bin. Das war im Jahr 2009, als ich Island bereiste. Bei der Hitze könnte ich Schnee mal so richtig gut gebrauchen. Aber dann denke ich eben an den Island-Besuch. Immer noch präsent sind die beeindruckenden Naturwunder, wie der riesige Wasserfall Gulfoss und der Geysir.

Bilder, die ich auch in meinem Krimi „Unser aller Erbe“ verarbeitet habe… – So, die Überleitung geschafft. 😉

Und aus diesem Krimi lese ich mal wieder. Die Lesung findet dieses Mal in Hochstätten bei Bad Kreuznach statt. Ich freue mich schon sehr auf den Abend… 🙂

Plakat

Krimi-Inspiration bei den Gebrüdern Grimm

Rezension = Motivation :-)

Gerade erschien eine tolle Rezension zu „Unser aller Erbe“ im Blog von www.gruenkauf.eu.
Das ist für mich ein Motivations-Schub, den ich momentan für mein neues Krimi-Projekt ganz gut brauchen kann. Das habe ich nun in der Rohfassung bereits zu etwa 95 Prozent im Kasten – also im Laptop.
Doch einige Passagen habe ich mir noch bis zum Schluss aufgehoben. Dies war im Nachhinein vielleicht nicht so ideal, doch hatte ich einen plausiblen Grund, mich ein wenig herum zu drücken:
Ich schreibe sehr gern aus der Phantasie heraus, doch wenn ich recherchieren muss, schiebe ich das immer ein wenig vor mir her.
Da es mir wichtig ist, genau zu recherchieren, grenzt das bei mir manchmal ein wenig an Perfektionismus. Und der wiederum nervt mich selbst…

Und was einen nervt, schiebt man gerne von sich. Jetzt habe ich allerdings wieder losgelegt und als Recherche- und Inspirations-Material für meinen neuen Krimi das Buch „Märchen nach Gebrüder Grimm“ hervor gekramt. Das hatte ich vor einiger Zeit im Speicher meiner Großeltern in einer Kiste gefunden und es stammt aus dem Jahre 1907 von meiner Urgroßmutter.

Was nun ein Märchenbuch mit meinem neuen Krimi zu tun hat? – Nun, eine ganze Menge. Ebenso, wie ein totes Huhn, ein Pfeilgiftfrosch, ein singender Kommissar und ein Rechtsmediziner, der vom Klettergerüst fällt… 😉

Das volle Programm also für einen spannenden Öko-Krimi, der die Massentierhaltung behandelt und gleichzeitig das Zwerchfell trainiert: Lachen ist garantiert

Jetzt muss ich ihn nur noch komplett fertig schreiben, ihn ein paar mal durchlesen, überarbeiten, ihn zur Probe lesen lassen, ihn an den Verlag schicken, der muss ihn annehmen. Dann muss er noch ein paar mal überarbeitet, lektoriert und korrigiert werden. Ja, und dann, wenn das alles passiert ist, landet er im Buchhandel.
Ich kann es kaum erwarten, ihn in den Händen zu halten. 🙂